26. Mai 2017

Tinder ist dir zu oberflächlich und langweilig? Dann check’ ganz schnell diese Dating-App

Vom ewigen Swipen nach links oder rechts hast du schon wunde Finger und der Richtige war trotzdem noch nicht dabei? Schlimmer noch, Tinder langweilt dich einfach, weil es zu oberflächlich ist und du dich mittlerweile total abgestumpft und hohl fühlst. Ganz drauf verzichten willst du aber auch nicht, weil es (leider) schon noch etwas witzig ist und die Hoffnung – wie so oft – zuletzt stirbt.

Dann hätten wir jetzt was für dich: Die Candidate-App! Die funktioniert ähnlich wie Tinder, nur dass man nicht an Hand von Fotos entscheidet, sondern von gestellten Fragen – deswegen auch der Name Candidate (also Kandidat und Date- klaro?). Viel genauer können uns das aber Anna und Markus, die Gründer der App, erklären. Die haben wir nämlich höchstpersönlich zum Interview in unser Office geladen. Dann mal los…


Stylight: Hey Markus und Anna, schön dass ihr da seid. Wie funktioniert eure App Candidate genau?
Markus: “Bei Candidate lernen sich Menschen über ein Frage-Antwort-Spiel kennen. Uns war es wichtig, nicht schicke Bilder in den Vordergrund zu stellen, sondern Kreativität, Humor und Sprachfertigkeit. Das nehmen die Nutzer super an und kommen viel schneller ins Gespräch. In der Dating-App selbst gibt es zwei unterschiedliche Spielformen. Candidate-Nutzer können selbst entscheiden, ob ihr Spiel anfangs ohne Foto oder mit Foto funktionieren soll. Beim Spielmodus „Entdecken“ stellen unsere Candidates lediglich eine Frage. Im Modus „Mitspielen“ sind es dann bis zu fünf Fragen. Diese werden pro Spiel von fünf Candidates beantwortet. Gewonnen hat der, dessen Antworten der Spiele-Ersteller am coolsten findet. Also es steckt auch ein gewisser Wettbewerbs-Gedanke in unserer App.”

Wieso denkt ihr, funktioniert das so gut?
Anna: “Im Mittelpunkt unseres Spiels stehen die Kandidaten, also Candidates. Sie erspielen sich sozusagen ein Date, was einfach schon mal viel lustiger ist. Im Endeffekt sollen die zwei perfekten Kandidaten auf unterhaltsame Weise zueinander finden. Dafür steht Candidate”.


Für wen ist die App geeignet?
Markus:
“Wir richten uns vor allem an 18-35-Jährige im deutschsprachigen Raum. Diese Altersgruppe bildet auch den Großteil unserer Community. Aufgrund der Frage-Antwort-Mechanik kommt die App aber auch sehr gut bei den über 35-Jährigen an.”

Wichtigste Frage: Wie hoch sind die Erfolgschancen? Wie viele Paare haben sich über eure App gefunden?
Anna: “Über 8.000 Candidates haben uns an ihren Erfolgsmeldungen teilhaben lassen. Diese Zahl macht uns sehr stolz. Ich denke, der Grund für die hohe Erfolgsquote von Candidate liegt an der guten Gesprächsbasis, die schon im Laufe des Spiels aufgebaut wird. Man hat sich etwas zu erzählen, schwingt auf derselben Welle. Weil es eben nicht nur um Fotos geht, sondern um passende Antworten auf die Fragen zu finden.”

Eure Top-3-Fragen, die in eurer App gestellt werden?
Markus: „Hi, wie geht’s?“ gehört schonmal nicht dazu (lacht). Die Fragen sind ehrlich gesagt unterschiedlich – je nachdem, ob man sich die Frauen oder die Männer anschaut. Frauen beispielsweise gehen recht strategisch vor und fragen gerne, wie man sich das erste Date vorstellt oder wie es enden sollte. Männer gehen gerne humorvoll an die Sache heran oder steigen gleich tiefgründig mit Fragen zur Lebensphilosophie ein. Ein Beispiel: Was bedeutet für Dich Glück? Oft findet man auch Fragen, die herauskitzeln, wie man mit kniffligen Situationen umgeht – beispielsweise wie Sie reagiert, wenn wir beim ersten Date unerwartet meinen Eltern begegnen.”

Anna, ein Vögelchen hat uns gezwitschert, dass du deinen Freund über die Dating-App kennengelernt hast – tell us more?
Anna: “Ja, Seine Frage lautete: ‘Welche Superkräfte hättest du gerne?’ Das hat mich sofort angesprochen und ich antwortete darauf: ‘Beamen. Dann kann man viel unkomplizierter die Welt entdecken’. So hatten wir schnell herausgefunden, dass wir beide reisebegeistert sind, und hatten einen super Gesprächseinstieg. Da dauerte es nicht lange, bis er sich einen Flug nach Wien buchte…”

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